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Ich bin der
festen Überzeugung, das ein wesentlicher Faktor, der zur Entstehung von
Krebs beiträgt, die Psyche betrifft.
Ich mache mir
über vieles wenig Gedanken. Ich rauche immer noch, weil ich es nicht
schaffe auf zu hören. In meiner Familie sind die Nichtraucher jünger
gewesen, als ich es heute bin, als sie starben.
Auch der
Ernährung, die sicherlich wichtig ist, messe mich nicht allzu viel
Bedeutung bei. Seit meiner zweiten Chemobehandlung fehlen mir so viele
Zähne, das ich nur noch "ungesund" essen kann. Hauptsache
weich. Ich esse, worauf ich Appetit habe. Ich verlasse mich darauf, dass
mein Körper über Appetit verdeutlicht, was er braucht.
Ich arbeite an
meiner psychischen Verfassung. Einigen Ballast habe ich bereits über Bord
geworfen. So schaffe ich es gut, keine Schuldgefühle für Vergangenes zu
haben und mir keine Sorgen um Zukünftiges zu machen. Mit beidem kann ich
nichts ändern und nichts beeinflussen. Was geschehen ist, lässt sich
nicht mehr ändern und auf vieles was kommt, habe ich keinen Einfluss.
Sorgen machen ändert auf keinen Fall irgend etwas. Mich zu sorgen,
belastet mich nur. Entweder ich habe die Möglichkeit, aktiv an der
Zukunft mit zu wirken oder ich werd sie nehmen, wie sie kommt.
Ich bemühe mich
immer, das Positive an allem zu finden. Nichts ist nur schlecht. Jedes
Ding hat mindestens zwei Seiten. Nach einigen Schicksalsschlägen bin ich
zu der Auffassung gekommen, dass es Gott mit mir besonders gut meinen
muss, das er mir so viele Aufgaben sendet, an denen ich wachsen kann und
stärker werde.
Ich plane nicht
mehr viel und schon gar nicht weit voraus. Es kommt eh alles anders. Ich
leb so gut wie möglich heute.
Ich passe mich
meinem Gesundheitszustand an. Wenn es mir gut geht, mach ich was und wenn
es mir nicht so gut geht, bleibt alles liegen und ich mach mir einen
gemütlichen Fernsehtag im Bett. Keine Arbeit läuft mir weg.
Ich mag mich so
wie ich bin. Ich steh zu meinen Mängeln. Ich will keinen Brustaufbau
fürs optische und ich scheue mich nicht, meine Narbe und meine Glatze zu
zeigen. Im Gegenteil. Ich freue mich über ehrliches Interesse. Ich bin
immer noch der selbe Mensch wie früher. Wer mich so nicht mag, soll es
lassen. An Menschen, denen Äußerlichkeiten wichtig sind, hab ich eh kein
Interesse. |